Vorgehensprozeß
     

Ab einer bestimmten Projektgröße ist ein strukturiertes und systematisches Vorgehen unumgänglich. Im folgenden möchte ich deshalb kurz das Vorgehensmodell vorstellen, welches bei den von mir durchgeführten Internetprojekten zum Einsatz kommt. Das Modell gliedert sich in vier grundlegende Phasen: Konzeption, Design, Produktion sowie die Markteinführung.

    Konzeptionsphase
      In einem ersten Briefinggespräch werden Fragen zur Zielsetzung, zur Zielgruppe und zu den darzustellenden Inhalten erörtert. Ich muß mich mit dem Geschäftsbereich meines Kunden vertraut machen und möglichst viele Informationen beschaffen.
Im Rahmen der Konzeptionsphase kann auch eine Zielgruppenbefragung durchgeführt werden, um zu ermitteln, welche Erwartungen und Wünsche die Nutzer an die zu entwickelnde Website haben. Neben der Erfassung der Inhalte bildet deren Strukturierung den Tätigkeitsschwerpunkt in der Konzeptionsphase. Es wird auch ermittelt welche Inhalte (wie z.B. Texte, Fotos und Illustrationen) noch produziert werden müssen.
Am Ende der Konzeptionsphase sollten der Umfang und die Komplexität der zu entwickelnden Website deutlich geworden sein, so daß man jetzt in der Lage ist, die ersten Zeitpläne und Kalkulationen für das Projekt aufzustellen.

    Designphase
      In der Designphase ist zu überlegen, wie die Ziele des Auftraggebers durch einen medialen Kommunikationsprozeß unterstützt werden können. Die Artware-Factory arbeitet am visuellen Erscheinungsbild der Website und erstellt die ersten Entwürfe und Skizzen. Falls mehrere Designvorschläge erarbeitet wurden, werden diese gemeinsam mit dem Kunden diskutiert.
Vom favorisierten Ansatz kann im Rahmen des evolutionären Prototypings zunächst ein einfacher Designprototyp erstellt werden. Der Prototyp repräsentiert zwar nur einen kleinen Ausschnitt von der gesamten Anwendung, reicht aber aus, um ein Gefühl für das 'Look-and-Feel' der späteren Website zu bekommen. Ein weiterer Vorteil von Prototypen ist, daß sie die Kommunikation zwischen dem Auftraggeber und dem Designer unterstützen. Durch das Herumspielen mit dem Prototypen bildet sich ein gemeinsames Verständnis für die zu erstellende Anwendung heraus.
Es muß ein geeignetes Navigationsschema gefunden werden, damit sich die Anwender leicht auf der Website zurechtfinden. Die Benutzerfreundlichkeit und das visuelle Erscheinungsbild sind entscheidende Erfolgsfaktoren einer Website.

    Produktionsphase
      Wenn der Prototyp vom Auftraggeber akzeptiert wurde, dann kann die gesamte Website im Stil des Prototypen realisiert werden. Jetzt wird mit der Programmierung der Funktionalität begonnen, und die einzelnen Seiten werden anhand der Designvorgaben mit den Inhalten des Kunden gefüllt. Spätestens jetzt müssen die noch fehlenden Inhalte wie Texte oder auch Bilder vom Auftraggeber zur Verfügung gestellt werden. Am Ende der Produktionsphase wird die Beta-Website vielfältigen Testaktivitäten unterzogen.

    Freigabe und Markteinführung
      Nachdem die produzierte Website vom Auftraggeber abgenommen wurde, kann sie auf dem Server des Internetproviders installiert werden. Nach einigen letzten Testläufen wird die Website für die Öffentlichkeit freigeschaltet. Abschießend wird die neue Website noch bei den wichtigsten nationalen und internationalen Suchmaschinen angemeldet.
Abhängig von der Art der Website und der anvisierten Zielgruppe können nun weitere Webpromotion-Aktivitäten folgen. Diese Aktivitäten beinhalten die Gestaltung von Werbebannern und deren zielgruppengerechte Platzierung. Aber auch in den Printmedien kann mit Anzeigen auf die neue Website aufmerksam gemacht werden.
Abschließend kann noch eine Schulung beim Auftraggeber durchgeführt werden, damit dieser in der Lage ist, die inhaltliche Pflege des Systems zu übernehmen.
   
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